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Im ORTHOPARC Köln arbeiten wir in der Fuß- und Sprunggelenkchirurgie mit einem breiten Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten.
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Hallux valgus

Der Großzehenballen, medizinisch Hallux valgus“ (Hallux = lat. große Zehe; valgus  = lat. nach auswärts) zählt zu den häufigsten Fußfehlstellungen. Frauen sind zehnmal häufiger betroffen als Männer. Die operative Therapie in der ORTHOPARC Klinik bietet beste Korrekturerfolge.

Hallux valgus: die Symptome

Bei einem gesunden Fuß sind alle Zehenknochen gerade ausgerichtet (Abb. 1). Beim Hallux valgus hingegen schiebt sich das Grundgelenk der großen Zehe nach außen und wird als mehr oder weniger starke Wölbung sichtbar – der Zeh selbst dreht sich dabei nach innen (Abb. 2).

Erste Anzeichen sind Verbreiterungen im Vorderfuß, Schmerzen in den mittleren Zehen und die vermehrte Bildung von Hornhaut an der Fußunterseite. Auch können Schwielen und Hühneraugen entstehen. Beginnt die Verschiebung der Großzehe zu den mittleren Zehen so bildet sich eine äußere Wölbung. Dies stellt nicht nur ein kosmetisches Problem dar. Je länger die Fehlstellung andauert und je deutlicher sie sich ausprägt, desto mehr werden die natürlichen Funktionen des Fußes beeinträchtigt. Der Ballen ist oftmals gerötet und geschwollen, Entzündungen sind möglich. Spätestens bei Schmerzen an den Zehen sollten Sie einen Orthopäden aufsuchen.

Ursachen eines Hallux valgus

Ein Hallux valgus ensteht fast immer auf dem Boden einer genetischen Veranlagung, dass heißt die Deformität wird vererbt. Meist kommen dann äußere Faktoren dazu wie zum Beispiel hochhackige Schuhe, zu enges Schuhwerk oder eine  Bindegewebsschwäche. Aber auch Übergewicht, häufiges Stehen oder Rheuma zählen zu den Risikofaktoren.

Diagnose

Die für den Großzehenballen typische Verformung ist meistens deutlich erkennbar und kann vom Arzt ebenso klar ertastet werden. In der Untersuchung durch den erfahrenen Arzt werden aber auch Begleiterkrankungen, wie zum Beispiel ein Knickplattfuß, Krallenzehen oder angrenzende Verschleißerkrankungen der Fußgelenke erfasst. Die Analyse der Begleitprobleme des Hallux valgus sind unerlässlich, da der Fuß als biomechanische Einheit zu verstehen ist, bei der sich Veränderungen gegenseitig beeinflussen. Auf dem Röntgenbild, das belastet aufgenommen wird, um das wahre Ausmaß der Deformität zu erkennen, wird die Verformung deutlich sichtbar. Hier kann der Arzt auch erkennen, ob eine Veränderung im Großzehengrundgelenk vorliegt und wie stark die Achsenfehlstellung ist. Mögliche Fehlverteilung der Druckbelastung an der Fußsohle wird durch eine computergestützte Fußdruckanalyse gemessen (Pedographie), deren Ergebnis mit in die Operationsplanung einfließt.

Operative Therapie Hallux valgus

Eine ausgeprägte Hallux valgus Deformität lässt sich nur durch einen operativen Eingriff beheben. Welche Operationsmethode in Ihrem Fall geeignet ist, darüber entscheiden Ihre spezielle Diagnose und nicht zuletzt Ihre Bedürfnisse und Lebensgewohnheiten. Mit dem richtigen Operationsverfahren bezogen auf das Ausmaß der Deformität lässt sich die Fehlstellung der Großzehe beheben. Die noch vor einigen Jahren vorherrschende Meinung, mit einer Hallux valgus Operation so lange wie möglich zu warten, kann heute nicht mehr aufrechterhalten werden. Vielmehr hat durch schonende Operationsverfahren und eine speziellen Schmerztherapie die Hallux Operation Ihren Schrecken verloren. Ein weiterer Grund ist die Verhinderung der Entwicklung einer Arthrose im Großzehengrundgelenk, die sonst häufig durch die nicht behandelte Fehlstellung entsteht.

Vor einer Operation werden Ihnen in einem umfassenden Aufklärungsgespräch das Ausmaß ihrer Deformität, die geplante Therapie und deren Nachbehandlung sowie Besonderheiten durch den Operateur erläutert.

Die Hallux valgus Deformität wird je nach Ausmaß der Fehlstellung differenziert behandelt:

  • Reverdin-Umstellungsoperation

    In den meisten Fällen ist eine subkapitale Korrekturoperation nach Reverdin in Kombination mit einem komplexen Weichteileingriff ausreichend. Dieses gelenkerhaltende Verfahren ist geeignet milde bis mäßige Fehlstellungen zu beheben. Die Fixation der Knochen kann mit einem bioresorbierbaren Implantat durchgeführt werden, eine Metallentfernung ist nicht notwendig. In diesen Fällen ist im Anschluss eine Mobilisation mit einem Therapieschuh ohne Unterarmgehstützen möglich. Die Reverdin-Osteotomie ist der bekannten Chevron-Osteotomie (Austin) nicht unähnlich, hat aber den großen Vorteil, dass ein vorhandener pathologischer Gelenkflächenwinkel des Großzehengrundgelenks mit korrigiert werden kann.

  • Basisnahe Umstellungsoperation

    Bei höhergradigen Deformitäten wird eine basisnahe Umstellungsoperation in Kombination mit einem Weichteileingriff notwendig. Hier wird eine winkelstabile Titanplatte eingesetzt, die ebenfalls eine sofortige Belastung im Therapieschuh erlaubt. Dieses gelenkerhaltende Verfahren ist auch in Kombination mit einer Reverdin-Osteotomie möglich als sogenannte Doppelosteotomie um einen eventuell vorhandenen pathologischen Gelenkflächenwinkel zu korrigieren.

  • Lapidus-Arthrodese

    Bei einer begleitenden Instabilität des Übergangs zwischen der Fußwurzel und dem Mittelfuß ist eine Stabilisierung des ersten Fußwurzelgelenks nach Lapidus nötig, in Kombination mit einem Weichteileingriff. Diese Verfahren erlaubt auch extreme Fehlstellungen operativ sicher zu korrigieren. Auch hier ist die Kombination mit einer Reverdin-Osteotomie möglich und sinnvoll. Durch die Stabilisierung des ersten Strahls gelingt die biomechanische Wiederbelastbarkeit des gesamten Fußes.

  • Akin-Osteotomie

    Häufig findet sich neben einer klassischen Hallux valgus Deformität eine Hallux interphalangeus Fehlstellung. Hierbei zeigt die Großzehe eine Verkrümmung nach innen in Höhe des Grundglieds, die nicht alleine mit den weiter oben genannten Verfahren korrigiert werden kann. Hier wird die Akin Osteotomie angewendet, bei der ein Keil aus dem Grundglied entfernt wird und die Fehlstellung so korrigiert wird. Die Fixation kann mit einem selbstauflösenden (bioresorbierbar) Faden erfolgen und wird häufig mit den oben genannten Verfahren angewendet.

Eine spezielle Schmerztherapie, Krankengymnastik, Lymphdrainage und physikalische Anwendungen helfen Ihnen bei allen Operationen schmerzfrei und zügig Ihre volle Mobilität wieder zu erlangen.

Im Anschluss an die Operation erfolgen in enger Zusammenarbeit mit Ihrem Orthopäden regelmäßige klinische Verlaufskontrollen durch den Operateur, bis die vollständige Genesung abgeschlossen ist.

Dr. med. André Morawe, Chefarzt Fuß- und Sprunggelenkchirurgie

Dr. Morawe erläutert Ihnen gerne alles rund um Fuß- und Sprunggelenk

 

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Chefarzt Fuß- und Sprunggelenkchirurgie und stellvertretender Ärztlicher Direktor

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Tel. +49 221 48 49 05-0
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Oberärztin Fuß- und Sprunggelenkchirurgie

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