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Myelopathie

Als Myelopathie wird eine Schädigung des Rückenmarks im Bereich der Halswirbelsäule bezeichnet, die Gangstörungen und Missempfindungen der Extremitäten auslösen kann. Bei uns in der ORTHOPARC Klinik in Köln helfen Ihnen bei dieser gefährlichen Indikation erfahrene Ärzte mit präziser Diagnostik und bewährten Operationstechniken.

Die typischen Beschwerden bei Myelopathie der Halswirbelsäule

Das Wort Myelopathie ist aus den altgriechischen Bestandteilen „Myelon“ für Rückenmark und „Pathos“ für Leiden oder Schmerz zusammengesetzt worden. Eine Myelopathie wird durch eine Verengung des Spinalkanals ausgelöst. Dieser liegt im Inneren der Wirbelsäule und darin verlaufen das Rückenmark sowie in der unteren Wirbelsäule die Nervenfasern. Zwischen den Wirbelkörpern verlassen Nerven den Spinalkanal und verlaufen weiter in die Arme, den Rumpf oder in die Beine. Kommt es zu einer Einengung des Spinalkanals, so werden Rückenmark und Nerven eingeschnürt oder gereizt, was Schmerzen und weitere Symptome auslöst. Diese Einengung entwickelt sich, ausser bei einem Unfall, zumeist schleichend über Jahre, wobei das Rückenmark durch den zunehmenden Druck geschädigt wird.

Typische Beschwerden sind Schmerzen im Nacken, die in die Arme ausstrahlen oder Taubheit bis hin zum Kraftverlust in den Armen auslösen. Symptomatisch sind weniger die Schmerzen, sondern die neurologischen Störungen. Typisch ist auch das Einschlafen der Arme oder Hände während des Schlafens in der Nacht. Anfängliche Symptome sind auch eine zunehmende Steifheit im Nacken mit Schmerzen beim Drehen des Kopfes nach links und rechts. Bei einer Schädigung des Rückenmarks können die Symptome auch in die Beine ausstrahlen sowie Gangunsicherheiten und Kontollverlust über Blase oder Darm bewirken.

Ursachen der HWS Myelopathie

Die Myelopathie der Halswirbelsäule kann angeboren sein oder degenerativ ausgelöst werden. Ebenso können Durchblutungsstöungen, Verletzungen, Unfälle, Knochenerkrankungen oder Tumore eine Myelopathie verursachen. In den meisten Fällen liegt die Ursache in einem altersbedingten Abbau der Gelenke und Bandscheiben. Eine Myelopathie als Folge eines Bandscheibenvorfalls kommt seltener vor.

HWS Myelopathie Therapie & Behandlung

In einer detaillierten Untersuchung unter Einsatz bildgebender Diagnostik wird der Grad der Myelopathie ermittelt. In den Schichtaufnahmen der Magnetresonanztomografie (MRT) ist die Myelopathie klar erkennbar.  Die konservativen Therapien sind sehr eingeschränkt möglich. Im frühen Stadium können leichte Schmerzen medikamentös behandelt werden. Bei intensiveren Schmerzen ist eine gezielte Schmerztherapie erforderlich, die auch entzündungshemmende und muskelentspannende Medikationen einbezieht.

Die eigentlichen Ursachen der Schmerzen und Beschwerden können jedoch nur operativ beseitigt werden. Ziel des neurochirurgischen Eingriffs ist es, dem Rückenmark und den Nerven wieder mehr Raum zu verschaffen. Hierzu wird meistens eine sog „ventrale Fusion“ durchgeführt. Hierbei wird mit mikrochirurgischen Spezialinstrumenten zwischen den betroffenen Wirbelkörpern durch Abtragung von Gewebe Platz geschaffen.

Bei starker Verengung kann die Bandscheibe zwischen zwei Wirbelkörpern durch einen Platzhalter ersetzt werden. Erstreckt sich die Verengung über mehrere Wirbelkörper, ist unter Umständen eine Ersatzoperation einzelner Wirbelkörper erforderlich. In dieser Operation werden die entfernten Wirbelkörper durch Titanimplantate ersetzt.

Dr. med. Christopoulos, Chefarzt Wirbelsäulenchirurgie

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